Donnerstag, 18 April 2013 22:40

Video: "Konfusion durch Inklusion beenden!"

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NPD-Fraktion fordert eine realistische und leistungsgerechte Bildungspolitik ohne ideologische Scheuklappen

Bereits im Frühjahr 2012 hatte die NPD-Fraktion einen Antrag mit dem Titel „Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen“ eingebracht, in dem sie unter anderem den Erhalt der Förderschulen und eine Abkehr vom Inklusionsmodell, also der gemeinsamen Beschulung von nichtbehinderten und körperlich behinderten mit geistig behinderten Kindern, forderte.

Anlaß war das „Diskussionspapier zum Thema Inklusion“, verfaßt vom Kollegium der 101. Mittelschule „Johannes Gutenberg“ in Dresden, das an das Expertengremium Inklusion beim SMK gerichtet wurde und die gravierenden Probleme bei der Umsetzung dieses schulpolitischen Programms thematisierte. Da dieser Antrag ohne Resonanz im Ausschuß versandete, setzten die Nationaldemokraten das Thema heute erneut als Aktuelle Debatte auf die Tagesordnung.

Der schulpolitische Sprecher der NPD-Fraktion, Mario Löffler, erklärte zu Beginn der Debatte, daß es der NPD nicht darum gehe, sich auf Kosten behinderter Menschen zu profilieren. Vielmehr seien die sich häufenden Berichte über negative Erfahrungen mit dem inklusiven Modell ausschlaggebend dafür gewesen, das Thema erneut im Landtag behandeln zu lassen.

Mario Löffler zur Intention der NPD-Fraktion:

„Warum haben wir das Thema Inklusion zum Inhalt der heutigen Aktuellen Debatte im Plenum gemacht? Es sind zwei Gründe: Da sind zunächst die nicht abreißenden und oftmals in kritischen Tönen gehaltenen Meldungen aus den Bundesländern, die ‚größere Fortschritte‘ auf diesem Gebiet vorzuweisen haben. Es ist aber auch der Verlauf der Diskussion zu unserem Antrag im Ausschuß für Schule und  Sport selbst. Er wurde nach seiner Einbringung praktisch nicht diskutiert, wenn man von der pauschalen, sehr oberflächlich gehaltenen und natürlich negativen Wertung durch einen Abgeordneten der Koalition absieht. Dann erfolgte die – wie erwartet einmütige – Ablehnung unseres angeblich ‚überflüssigen‘ Antrags.“

Dabei seien weder Finanzierung noch Zeiträume der Inklusions-Einführung in Sachsen geklärt. Während die Regierungskoalition das Thema auf die lange Bank schieben wolle, machten die linken Parteien immer mehr Druck. „Aber noch können die Förderschulen ihre erfolgreiche Arbeit im Interesse beeinträchtigter Kinder leisten. Sie werden dort eben nicht ‚von Tag zu Tag dümmer‘, wie die grüne Abgeordnete Elke Herrmann meint. Zerstören wir nichts, bevor wir etwas haben, das wirklich geeigneter ist“, so Löfflers abschließender Appell.

In einem weiteren Redebeitrag ging der NPD-Abgeordnete Jürgen Gansel noch einmal auf den Brandbrief der 101. Mittelschule „Johannes Gutenberg“ in Dresden ein. „Die Lehrer dieser Schule mit 332 Schülern, davon sage und schreibe 143 nichtdeutsche, schildern in ihrem Brief anschaulich die nahezu unüberwindbaren Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Inklusionsideologie. Auch zahlreiche Erfahrungsberichte aus Bremen, Hamburg oder Sachsen-Anhalt zeigen die negativen Folgen einer ebenso rücksichtslosen wie engstirnigen Inklusionspolitik, die letztlich gar keinen Schülern gerecht wird, weder den behinderten noch den nichtbehinderten“, so Gansel.

Jürgen Gansel zur schulpolitischen Grundsatzposition seiner Fraktion:

„Für die NPD ist es eine anthropologische Grundtatsache und eine pädagogische Binsenweisheit, daß Kinder mit unterschiedlichen Leistungs- und Begabungsprofilen auch unterschiedlich beschult werden müssen.

Eine leistungs- und begabungsgerechte Unterrichtung der Schüler mit möglichst individueller Förderung der Schüler mag aus Sicht linker Bildungsideologen zwar ‚inklusionswidrig‘ sein, aber sie ist das Richtige für alle Schüler, ob mit oder ohne Behinderung. Die ‚Schule für alle‘, die von allen Linken ersehnte Einheitsschule, ist schülerfeindlich, weil sie die einen Schüler ständig unterfordert und die anderen überfordert.

Ein vernünftig gegliedertes Schulsystem mit finanziell gut ausgestatteten Förderschulen wird Schülern mit Behinderungen eindeutig besser gerecht als das Inklusions-Gedöns linker Schulpolitiker.“

Hinzu komme die schlichte Nicht-Finanzierbarkeit eines neuen inklusiven Schulsystems. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung besage, daß alleine in Sachsen jährlich 114 Millionen Euro für 1.600 zusätzliche Lehrkräfte gebraucht würden, um inklusiven Unterricht in angemessener Qualität anzubieten.

Gansel abschließend:

„114 Millionen Euro zusätzlich für Inklusionsexperimente, obwohl die Schulen schon jetzt unterfinanziert sind! Für die NPD müssen erst einmal der Lehrermangel und der Unterrichtsausfall bekämpft werden, bevor man sich millionenschweren schulpolitischen Blütenträumen hingibt.

Wir brauchen keine Konfusion durch Inklusion, sondern eine bessere Lehrer- und Unterrichtsversorgung an den bestehenden Schulen. Alles andere schadet den Schülern und ihren Eltern und Lehrern.“


Thorsten Thomsen
Pressesprecher der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag

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