Sonntag, 22 Januar 2012 14:01

93 Prozent für Mario Löffler als neuen Vorsitzenden der Sachsen-NPD

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Holger Apfel gratuliert Mario Löffler Holger Apfel gratuliert Mario Löffler

Der gestrige Landesparteitag der sächsischen NPD in Ostritz stand ganz im Zeichen der harmonischen Stabübergabe und der Bekräftigung des Kurses der „seriösen Radikalität". Das Motto des Parteitages, der von ca. 200 Delegierten, Mitgliedern und Sympathisanten besucht wurde, lautete: „Heimat sozial gestalten".

Der außerordentliche Parteitag war notwendig geworden, weil Holger Apfel nach seiner Wahl zum NPD-Parteivorsitzenden angekündigt hatte, das Amt des sächsischen Landesvorsitzenden abzugeben. Der Landesvorstand hatte als Nachfolger einstimmig den bisherigen Landes-Vize, Kreisvorsitzenden der NPD im Erzgebirge und Fraktionschef der NPD im dortigen Kreistag, Mario Löffler (48), vorgeschlagen. Für das ebenfalls frei werdende Amt als stellvertretender Landesvorsitzender hatte der Landesvorstand den NPD-Kreisvorsitzenden von Dresden und dortigen Stadtrat Jens Baur vorgeschlagen.

Vor Beginn der Wahlhandlungen gab der bisherige Landesvorsitzende Holger Apfel einen umfangreichen Rechenschaftsbericht ab und spannte den Bogen immer wieder zur Bundespolitik und zur Lage der Gesamtpartei. Er dankte allen aktiven Mitstreitern und Unterstützern der sächsischen NPD für ihre Arbeit „für die gerechte deutsche Sache" und betonte die große Geschlossenheit im Landesverband. Politische Gegner und systemnahe Medien würden es weder schaffen, den Landesverband zu destabilisieren noch die Einheit aller konstruktiven volkstreuen Kräfte zu sprengen.

Zum wiederholten Male wies Holger Apfel jeden konstruierten Zusammenhang zwischen der NPD und dem offensichtlich geheimdienstlich gesteuerten und damit staatlich geduldeten Mörder-Trio zurück. Die Partei lehne Gewalt als Mittel der Politik konsequent ab. Die Verbotsdebatte sei durchsichtig und gegenstandslos. Apfel: „Bei Wahrung rechtsstaatlicher Grundsätze kann eine Partei, die nichts Verbotenes tut, auch nicht verboten werden." Die etablierten Volksverräter wollten bloß auf kaltem Verbotswege eine nationale Kraft ausschalten, die durch ihr authentisches Anti-EU-Profil und durch den Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde bei der Europawahl 2014 beste Chancen habe, gleich mehrere Abgeordnete ins Europaparlament zu entsenden.

Dann ging der scheidende Landeschef auf die Euro-Krise und die Ausbeutung der deutschen Steuerzahler zugungsten südeuropäischer Pleitestaaten ein und verlangte die Einführung von Volksabstimmungen in allen Lebensfragen der deutschen Nation. Zum Schluß seiner Rede zeigte sich Apfel hochzufrieden darüber, daß ihm mit Mario Löffler ein nationaldemokratisches Multitalent mit großer Volksnähe und politischer Integrationskraft in das Amt des Landesvorsitzenden nachfolgen werde.

In seiner Kandidaturrede erklärte der 48-jährige Erzgebirger, daß er in der NPD als sozialer Schutzmacht der Deutschen eine „noch breitere Repräsentanz des ganzen Volkes" anstrebe. Ein besonderes Augenmerk wolle er auf die Ansprache längst heimatlos gewordener nationalkonservativer Wähler richten und schrieb der halblinken Zeitgeistpartei CDU ins Stammbuch: „Wo heute die CDU steht, da stand vor 20 Jahren noch nicht einmal die SPD."

Die NPD müsse die politische Heimat der vielen hunderttausend Sachsen werden, die sich noch ihr „gesundes Volksempfinden" bewahrt hätten und die deshalb gleichermaßen gegen Überfremdung, soziale Ungerechtigkeit und die Ausplünderung Deutschlands durch das EU-Regime seien. Die NPD werde seriös um große Teile des deutschen Volkes werben und trotzdem radikal an die Wurzel der Probleme gehen, und nicht bloß an Symptomen herumdoktern. Mario Löffler sieht seine Partei als Sammlungsbewegung aller heimatbewußten Deutschen, „vom „Rechtskonservativen bis zum Nationalrevolutionär".

Von der Euro- und Staatsschuldenkrise kam Löffler dann auf das asoziale Treiben der Finanzkapitalisten zu sprechen und erklärte unter starkem Beifall: „Die Banken sind für die Wirtschaft da, und die Wirtschaft ist für das Volk da – und niemals umgekehrt." Mit Blick auf das Dreiländereck, in dem der Parteitagsort liegt, ging Mario Löffler auch mit Lohndrückerei, Abwanderung und Grenzkriminalität hart ins Gericht. „Den Nutzen des deutschen Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden", sei die Kernbotschaft der NPD, die es mit dem Ausbau der Kreisverbände in alle Teile Sachsens zu tragen gelte.

Dann kam es zu den Wahlgängen: Von 57 abgegebenen Stimmen entfielen auf Mario Löffler 53 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen sowie zwei Enthaltungen. Damit wurde der Erzgebirger mit knapp 93 Prozent zum neuen Landesvorsitzenden der sächsischen Nationaldemokraten gewählt.

Zu Löfflers Nachfolger als Landes-Vize wurde der Dresdner Stadtrat und Kreisvorsitzende der NPD Dresden, Jens Baur, gewählt. Die anderen beiden Vize-Chefs Helmut Herrmann (Kreisverband Leipzig) und Maik Scheffler (Kreisverband Nordsachsen) bleiben im Amt. Zu neuen Beisitzern wurden Thorsten Thomsen (Kreisverband Dresden) und Rico George (Kreisverband Erzgebirge) gewählt.

Nach dem Stabwechsel an der Landesspitze hielt der Fraktionsvorsitzende der NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, eine flammende, faktenreiche Rede gegen den Globalisierungsfuror. Dabei ordnete er die EU-Diktatur und die Allmacht der Banken in den großen Zusammenhang der völkerunterdrückenden Hochfinanz ein. Der neoliberale Nachtwächterstaat, der die Armut innerhalb der Völker und zwischen ihnen dramatisch verschärfe, sei das Krebsgeschwür der Gegenwart. Dagegen gelte es die moralischen und politischen Widerstandskräfte der Völker zu mobilisieren.

Mit Pastörs' großer Rede endete der offizielle Teil des Parteitages; ihm folgte der gemütliche Ausklang mit den besten Stücken des Liedermachers Marco von „Sleipnir". Zwischen den Reden von Holger Apfel, Mario Löffler und Udo Pastörs hatte bereits Frank Rennicke den Parteitag mit Wort und Gesang bestens unterhalten.

Jürgen Gansel, MdL
Pressesprecher der NPD Sachsen

 

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MDR-Sachsenspiegel am 21.01.2011

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