Dienstag, 08 November 2011 18:28

Wie von NPD befürchtet so bewahrheitet

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Mario LöfflerErstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in der ehemaligen Jägerkaserne Schneeberg verursachte in neun Monaten Kosten von 1.433.244,95 Euro

Für 100.000 Euro werden zurzeit vom Landesfeuerwehrverband Sachsen "Nazi"-Jäger ausgebildet

Unter den Überschriften „Feuerwehr bekämpft Eindringen von Neonazis“ und „Braune Helfer am Löschteich“ berichten heute die Chemnitzer „Freie Presse“ und die in Dresden erscheinende „Sächsische Zeitung“ über die Schulung von derzeit 13 sogenannten „Konfliktberatern“ durch den Landesfeuerwehrverband im Umgang mit „Rechtsextremismus“. Sie sollen „Nazi-Codes“ wie „Schwarze Sonne, 18, 14, 88 und ‚Todesstrafe für Kinderschänder’“ erkennen. Die Aktion wird vom Bund mit 100.000 Euro gefördert.

Koordiniert wird die Ausbildung der Gesinnungsschnüffler von Mike Brendel aus Sebnitz-Hertigswalde, Kreisjugendfeuerwehrwart im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und 2. stellv. Landesjugendfeuerwehrwart. Voller Stolz wird die Aktion auch auf der Netzpräsenz der Jugendfeuerwehr Sachsen vorgestellt, die unlängst im Jahnsdorfer Ortsteil Pfaffenhain ihre neue Geschäftsstelle eröffnet hat.

Brendel weiß gegenüber der SZ Schreckliches zu berichten: Da soll es doch tatsächlich jugendliche Feuerwehrleute geben, die mit T-Shirts der Marke „Thor Steinar“ zu Übungen anrücken. Auch müsse man auf die Autonummern achten, denn dahinter sollen sich „rechtsextremistische Codes“ verbergen. Das Motto des kostspieligen Anti-Rechts-Exorzismus lautet „Handeln bevor es brennt“.

Mit dem Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ soll der Landesfeuerwehrverband aber nicht nur bei der Bekämpfung von „Rechtsextremisten“ unterstützt werden, sondern es soll auch der „Stärkung seiner verbandsinternen demokratischen Praxis“ dienen. Wird nun künftig demokratisch abgestimmt, ob man zu einem Einsatz ausrückt oder nicht? Und was passiert eigentlich, wenn es bei einem „Rechtsextremisten“ brennt?

Man kann nur hoffen, daß vor lauter „Rechtsextremismus-Bekämpfung“ nicht der eine oder andere Brand ungelöscht bleibt, weil die jungen Kameraden gerade irgendwelche geheimen Codes büffeln und deshalb für die Feuerbekämpfung gerade keine Zeit haben oder vielleicht die Abstimmung über einen Einsatz einfach zu lange dauert.

Holger Szymanski

Leserbrief zu den Artikeln im Zentralorgan, Lokalteil ZP v. 17.01 / ANA v. 18.01.

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